Todesfälle im Unternehmen? Damit der Verlust nicht noch grösser wird. von Sabrina Steiner

Todesfälle im Unternehmen? Damit der Verlust nicht noch grösser wird. von Sabrina Steiner

Der Mensch als Ressource. Diese Bezeichnung verdaust Du vielleicht bereits in einem guten Gefühlszustand eher schwer. Leider ist sie dennoch in vielen Unternehmen zum Alltag geworden. Unsicherheit im Umgang mit unseren Mitmenschen, wachsender Druck, Terminstress, digitale Herausforderungen. Diese Faktoren bestimmen oft unseren Arbeitsalltag.

Dinge ändern sich

Was passiert jedoch, wenn auf einen Schlag alles anders ist als zuvor? Plötzlich kommt es Dir vor, als würde es nie mehr gut. Wenn Du einen persönlichen Verlust erleidest oder innerhalb Deiner Firma ein Todesfall eintritt, stehst Du unter Schock. Absolut menschliche Gefühle und Mechanismen werden ausgelöst. Bei Dir sowie Deinem engen Umfeld. Dazu gehören in den meisten Fällen nebst der Familie ebenfalls Deine Arbeitskollegen, Geschäftspartner, Chefs, Geschäftsleitungsmitglieder und Vorstände. Doch wie passen diese Gefühle zum Umstand, dass wir für unsere Firma unter dem Begriff Ressource geführt werden? Umgangssprachlich gelten wir gerne mal als fleissige Bienchen, welche in den richtigen Tönen summen sollten.

Nach einem solch einschneidenden Vorfall ist dies aber oft nicht mehr jedem Menschen möglich. Wer einen Verlust erleidet, also in Trauer ist, stellt sich plötzlich vielen Fragen. Grosse Fragen, Fragen auf welche die Antwort in der Regel nicht hinter der nächsten Ecke wartet. Sie will jedoch hartnäckig gefunden werden und zeigt sich daher gerne immer lauter.

Fragen über Fragen

Wenn das Unternehmen plötzlich mit diesen Fragen konfrontiert wird, öffnet sich auf einmal viel Raum für Unsicherheiten. Welcher Umgang ist denn nun der Richtige? Darf ich das mit diesen Worten sagen? Ist mein Mitarbeiter jetzt ein neuer Mensch? Ebenfalls stehlen sich in solchen Momenten gerne mal unsere ureigenen Ängste in den Fokus. Wir sehen uns mit Tatsachen konfrontiert, vor welchen wir ansonsten gut und gerne die Augen verschliessen können. Denn der Tod betrifft doch eher die die Anderen, nicht uns selbst. Nun ist er uns aber wirklich gefährlich nahegekommen. Was wenn er uns getroffen hätte? «Nochmals gut gegangen», mögen wir denken. Und unser Leben weiterhin so gestalten, als ob es über kein Endlichkeits-Datum verfügte.

Doch was, wenn wir uns und unserer Firma die Chance bieten, genauer hinzusehen? Eine neue Tiefe zu erreichen? Vermehrt eine Menschlichkeit zuzulassen, welche unseren tiefsten Bedürfnissen entspricht?

Bau Dir die Welt, wie sie Dir gefällt

Seit ich denken kann, habe ich mir mein Arbeitsumfeld nach menschlichen Faktoren ausgesucht. Orte, an denen ich als das behandelt werde, was ich wirklich bin: ein Mensch, mit allen Schwächen und Stärken. Da ich denke, andere Menschen ticken nicht anders als ich, bin ich der Überzeugung es stehen viele Menschen vor ähnlichen Herausforderungen.

Aus diesem Grund biete ich neben individuellen, persönlichen Trauerbegleitungen ebenfalls Vorträge und Einzelberatungen für Unternehmen und Personalabteilungen an.

Anbei einige Fragestellungen, welche wir gerne gemeinsam beantworten können. Ebenfalls biete ich gerne Unterstützung bei individuellen Bedürfnissen an.

  • Wie geht die Firma mit Todesfällen um?
  • Wie klappt der Wiedereinstieg nach einem Trauerfall?
  • Wie kann ich einem trauernden Arbeitskollegen begegnen? (1,5 – 2h)
  • Wie kann ein Team mit dem Verlust eines Arbeitskollegen umgehen? (2,5-3 h)

Denn ich bin davon überzeugt, unser Leben gewinnt an Tiefe und Schönheit, wenn wir uns den Fragen stellen, welche im ersten Moment schmerzhaft sind.

Und gemeinsam ist alles einfacher.

PS: Was wäre, wenn Dein Leben endlich wäre?

www.sabrinasteiner.com

 

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Fähigkeiten

Gepostet am

Juli 20, 2019