Hast du deine Social Media-Hausaufgaben gemacht? von Janaina vom Moos

Hast du deine Social Media-Hausaufgaben gemacht? von Janaina vom Moos

Hast du deine Social Media-Hausaufgaben gemacht?

Social Media-Hausaufgaben? Gibts denn sowas überhaupt? ?

Aber ja doch! Und ich kann dir gerne auch verraten, in welchem Fall du noch Hausaufgaben zu erledigen hast: Genau dann, wenn du das frustrierende Gefühl hast nur noch auf der Stelle zu treten.Wenn du sehr viel Zeit auf Social Media verbringst, dort einiges investierst und trotzdem kaum Ergebnisse oder Interaktionen zu sehen bekommst. Du bringst dich ein, gibst dir Mühe, bist aktiv, chattest herum – aber dein Ertrag ist echt dürftig und du hast kaum Interaktionen. Oder noch schlimmer: Steckst du viel zu viel Geld in Werbung und es lohnt sich doch nicht❓

Dann ist es an der Zeit, Stift und Papier zu zücken und dich konzentriert hinzusetzen. Es kommt eine geballte Ladung Wissen auf dich zu.???

Ich teile mein Know-How gerne mit dir, weil ich mir wünsche, dass du mit deinen Bemühungen das Maximale für dich und dein Unternehmen rausholen kannst. Hast du deine Hausaufgaben mal gewissenhaft erledigt, solltest du in Zukunft mit weniger Zeit auf Social Media trotzdem mehr Echo einheimsen können.?

Bist du bereit? ?? Dann los…

Ich habe mich darauf spezialisiert, organisches Online-Marketing zu betreiben. Wir wollen hier gemeinsam die Wege nutzen, wie du ohne Werbemittel, dafür mit etwas Arbeit, Fleiss und Zeitaufwand ebenfalls gute Resultate erzielen kannst. Ich habe mein Business-Volumen durchgerechnet und dabei festgestellt, dass nur 40 % über Werbung reinkommen. Satte 60 % mache ich immer noch auf rein organischem Weg über Live-Videos, Netzwerk-Veranstaltungen, Webinare, Posts oder Empfehlungen.?

Beginnen wir aber an der Basis: Hier sind einige Punkte, die du für dich herausfinden und erarbeiten musst. Hast du das erst einmal getan, kannst du mit einem guten Gefühl sagen: «So, jetzt habe ich ein gutes Fundament und kann loslegen. Jetzt fühle ich mich sattelfest.»????

  1. Bist du eine selbständige Unternehmerin, so sind du und dein Gesicht auch immer eine Marke. Du bist die Marke! Wir Menschen im deutschsprachigen Raum scheuen uns (leider) noch immer etwas davor, uns selbst zu stark in den Mittelpunkt zu stellen und damit auch diese trennende Mauer, die wir so achtsam zwischen Privatem und Geschäftlichem aufgebaut haben, niederzureissen.
    Schauen wir aber einmal über den grossen Teich zu unseren amerikanischen Kollegen, so stellen wir schnell fest, dass die viel besser darin sind, sich zu vermarkten. Warum ist das so? Sie haben schlichtweg kein Problem damit, selbstbewusst und sichtbar Stellung zu beziehen und über sich sowie ihr Business zu sprechen, ganz egal, ob das in privatem oder geschäftliche Rahmen stattfindet.???

Deutschsprachige Menschen haben da eher Bedenken, auf dem persönlichen Profil auf ihr Geschäft hinzuweisen. Die Leute aber müssen verstehen, dass du eine Marke bist und was du machst.??

Die Marke ICH ist ein Riesen-Thema und falls du dich bis dahin noch nicht eingehend damit beschäftigt hast, ist das deine allererste Hausaufgabe. Das ist ein wirklich immens wichtiger Punkt. Mach dir bitte zu den folgenden Fragen Gedanken: 

Wer bist du als Marke 

Warum tust du das, was du tust? Und wofür 

An erster Stelle muss dir das mal klar sein und in einem 2. Schritt musst du genau das glaubwürdig und deutlich nach aussen transportieren. 

Wissen deine Follower und potentiellen Kunden denn, wer du bist, was du tust  – und ganz wichtig eben – warum du tust, was du tust
Lass es sie wissen, denn sie wollen es wissen? Sie wollen wissen, wie du tickst. Gibst du nichts von dir als Privatmensch preis, so können sie keine (emotionale) Bindung zu dir aufbauen, die sie dazu bringen könnte, dir zu folgen und schlussendlich bei dir einzukaufen.??

Kennen sie die Werte, für die du einstehst

Was treibt dich an

Wenn du heutzutage nur über deine grossen Erfahrungen und Kompetenzen redest, ich meine damit z. B. deine vielen Diplome, die du gesammelt hast, dann interessiert das echt niemanden. So wirst du die Leute nie kriegen. Im Zeitalter von Social Selling musst du als Persönlichkeit die Leute begeistern und nicht mit Papieren herumwedeln, die niemanden beeindrucken. Die Menschen wollen dich kennenlernen, deine Beweggründe, deine Gefühle, deine Vorlieben, deine Ambitionen.? In einem Online-Kurs z. B. lernen sie nur eine Facette von dir kennen, sieh es quasi als die äusserste Schale einer Zwiebel an. Sie kriegen einen Teil von dir zu sehen, haben ein bisschen ein Gefühl von dir. Sie möchten dich aber in echt und authentisch. Sie möchten den Menschen hinter der Marke kennenlernen. Sie wollen Anteil haben an deinem (sozialen) Leben. Sei klar in deiner Kommunikation und lege gleichzeitig auch für dich fest, wieviel du von deinem Privatleben preisgeben möchtest.???

Ein persönliches Beispiel: 

Die Leute kennen mich und mein Gesicht. Sie wissen unter anderem, dass ich verheiratet bin. Ich trete aber immer nur unter meinem Namen auf und es gibt auch kaum Bilder von meinem Mann und mir als Paar. Das haben wir beide für uns so definiert. Ich setze also auf mich als Marke. Ich habe mich mit 23 in der Personalberatung selbständig gemacht und gleichzeitig auch damit angefangen, mich zu branden. Bei meinen Kunden habe ich einfach immer den einen Schritt mehr gemacht als nötig war, etwas mehr Zeit als das Minimum investiert, denn mir waren ihr Erfolg und ihre Zufriedenheit wirklich wichtig. Das hatte zur Folge, dass sie mich weiterempfahlen, weil sie mir als Person vertrauten. Und da ich immer mit meinem Namen gearbeitet habe, habe ich diese Marke so weit aufgebaut, dass Leute zu mir kommen, auch wenn ich jetzt mit meiner neuen Dienstleistung unterwegs bin. Eben, weil ich damals ihr Vertrauen erlangt habe.  

  1. Thema Zielgruppe:
    Wo ist deine Zielgruppe? Online oder offline? Wie findest du sie? Sei dir über deine Zielgruppe im Klaren. Versuche dazu mal, dich und deine Dienstleistung ohne konkrete Nennung deines Berufes in einem einzigen Satz auszudrücken. Kleiner Tipp: Kommt deine Antwort hier nicht wie aus der Pistole geschossen, so verschaffe dir bitte über diesen Punkt unbedingt Klarheit.???

Eine gute Übung dazu ist der Elevator Pitch oder die sogenannte Fahrstuhlrede. Diese Übung ist eine tolle Methode, eine Idee kurz und positiv zusammenzufassen. Du weisst nicht, wie das geht? Also, stell dir vor, du betrittst einen Fahrstuhl, triffst da eine wichtige Person und hast nur gerade eine Fahrstuhlfahrt lang Zeit, diese Person von dir, deiner Marke, deinen Plänen sowie deren Wert so zu überzeugen, dass du am Ende der Liftfahrt zu einem Gespräch oder einem Meeting eingeladen wirst.???

Offline vermagst du jemanden (in einem längeren Gespräch) zu überzeugen, weil man dich sympathisch findet. Online jedoch stehst du im Wettbewerb mit mindestens 100 anderen Leuten, die genau dasselbe anbieten wie du. Du bist zudem immer auf dem Schirm, wenn du online bist. Du wirst durchleuchtet und beobachtet, also musst du wirklich eine klare Linie haben und dir nicht selber widersprechen. Je klarer du dir in dem bist, was du anbietest, desto klarer kristallisiert sich auch deine Zielgruppe heraus.?
Jeder Mensch ist einzigartig und bietet einen individuellen Service an. Nur ist hier die Frage: Kommt deine Einzigartigkeit im Netz auch innert kürzester Zeit rüber? Geh mal durch deine Kanäle und prüfe für dich, ob deine Uniqueness auch tatsächlich rüberkommt. Befrage dazu doch einfach mal deine Kundinnen. Nicht die, die dich bereits jahrelang kennen, sondern diejenigen, die neu zu dir gekommen sind. Frage sie nach den Gründen, warum sie gerade bei dir Kundinnen geworden sind.???

So, das sind mal zwei Punkte, die du für dich definieren musst. Es klingt zwar nach wenig, wird dir aber in der nächsten Zeit ordentlich zu grübeln, denken und entscheiden geben. Weil: Hast du dir diese beiden Punkte noch nicht sauber erarbeitet, so macht es wenig Sinn, dir jetzt schon über Online-Business sowie Automatisierung Gedanken zu machen. Erst, wenn diese beiden fundamentalen Business-Bausteine definitiv gesetzt sind und du deinen weiteren Weg kristallklar siehst, kannst du einen Schritt weiter gehen. Sonst werden all deine Pläne immer wieder wie ein Kartenhäuser zusammenfallen.??

  1. Spielen deine Online- und Offline-Auftritte zusammen?
    Harmonieren auch deine geschäftlichen und privaten Auftritte? 

Gibt es einen Wiedererkennungswert? Bist du auch im Privaten glaubwürdig? Oder widersprechen deine privaten Posts oder Interessen dem, was du geschäftlich tust oder vertrittst? Deine Lebensbereiche sollten im Grossen und Ganzen deckungsgleich sein. Damit sind deine CD und CI gemeint. 

CI – Corporate Identity: Das ist die Gesamtheit der Merkmale, die dein Unternehmen kennzeichnen und so von anderen unterscheiden. Das sollte grossen Wiedererkennungswert haben, bitte unterschätze das nicht. Ich z. B. arbeite mit Farben und trage, wenn ich auftrete, auch immer ein Kleidungsstück oder Accessoire in der entsprechenden Farbe. Daran erkennen mich auch die Menschen. Ich wünsche mir für dich, dass du deinen Onlineauftritt so gestalten kannst, dass die Leute an Veranstaltungen auf dich zukommen und sagen: «Bist du nicht…?» ?
Denke dabei auch langfristig. Keiner weiss, was in 10 Jahren sein wird. Aber wenn du klar, ehrlich und konsequent bist, werden dir die Leute auch dann vertrauen, wenn du mit denselben Werten, die du verkörperst, auch ganz etwas Anderes tun wirst. ????

So, nun hast du bereits drei Hausaufgaben. Du hast da sicher noch etwas zu tun, bin ich mir fast sicher… Ich hatte diese drei Dinge für mich eigentlich bereits ganz klar definiert und trotzdem habe ich mich damit während der letzten 9 Monate immer wieder selber gechallenged. Wachstum und Erfolg haben auch immer mit Sich-Mehr-Klarheit-Verschaffen zu tun. Das heisst, je klarer du bist, je klarer du kommunizierst, desto erfolgreicher und überzeugender wird dein Auftreten – ergo wird auch dein Business erfolgreicher. ???

Also bekommst du noch ein paar weitere Aufgaben:

  1. Welche Kanäle nutzt du
    Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Du kannst nicht auf allen Hochzeiten tanzen, dazu fehlen dir schlichtweg die Zeit und die Ressourcen. Finde heraus, welcher Kanal für dich den meisten Mehrwert bringt und konzentrier dich auf 2-3 Social Media-Plattformen.
  1. Hast du eine klare Social Media-Strategie
    Du brauchst auf jeden Fall eine Strategie! Poste nicht einfach ins Blaue hinaus. Sonst schiesst du mit Kanonen auf Spatzen und würdest zwangsläufig daneben ballern. Du brauchst definitiv einen Plan, wann du welche Themen kommunizierst.
  2. Hast du einen Redaktionsplan
    Ja, auch den brauchst du. Genauso wie eine klare Linie, wann du was und warum kommunizierst.
  3. Welche Kommunikationskanäle benutzt du offline
    Schreibst du PR-Artikel?
    Gehst du an Events, Vorträge und Seminare oder gibst du auch selber welche?
    Sieht man dich ab und zu in einer Zeitschrift oder gibst du eventuell sogar Interviews?
    Nimmst du regelmässig an Netzwerk-Anlässe teil?
    Sehen die Leute dich, nimmt man dich wahr?
  1. Welche Kommunikationsmassnahmen ergreifst du online
    Nimmst du an Webinaren teil?
    Bist du bei Live-Videos dabei?
    Bringst du dich aktiv ein?
    Gibst du selber Webinare?
    Hast du dich etabliert?
    Hältst du selber Live-Videos ab?
    Bist du in den Gruppen, in denen du Mitglied bist, richtig aktiv und spendest dazu einen Mehrwert.

Wo immer du bist, stelle dir stets die zentrale Frage: Welchen Mehrwert generierst du für deine Follower? Wie oder warum wird ein Follower ein Fan und dann vom Fan zum zahlenden Kunden? Das geht nur über Mehrwert. Wenn die Leute keinen Nutzen aus dem ziehen können, was du postest, wird es schwierig. ?

Ah, noch eine Anmerkung zum Thema Gruppe: Jede Woche heisse ich neue Mitglieder willkommen, aber nur die wenigsten von ihnen stellen sich dann aktiv vor. Warum?! Das wäre doch der perfekte Zeitpunkt, um dich und deine Dienstleistung vorzustellen, ohne, dass es von der Community als aggressive Werbung verstanden wird! Nutze diese Gelegenheit! Das ist gratis Werbung für dich und kein Mensch empfindet dich in der Situation als aggressiv. Denn Netzwerkschmarotzer, die reinkommen und kaum «Hallo» sagen, aber gleich vorpreschen und sich hochloben und anpreisen, als gäbe es kein Morgen, die mag keiner. Das ist im Real Life so und online auch. Wenn du nur konsumierst, wirst du nicht sichtbar. Geh also erstmal ins Netzwerk rein, verstehe es, lerne die Regeln, stelle dich vor, like, sei aktiv, bringe dich ein und positioniere dich dann langsam. Du wirst sehn, es funktioniert. ????

?? Frage: Wie ist dein Verkaufstrichter, dein sogenannter Sales Funnel?

Sagt dir nichts? Deine Augen werden bloss kugelrund? Oh, dann ist es höchste Zeit die oben aufgeführten Hausaufgaben zu machen! Ich empfehle dir in diesem Fall auch, sämtliche meiner Webinare zu schauen. Sie enthalten viele wertvolle Tipps und helfen dir dabei, diese Wissenslücken zu schliessen. 

Frage dich auch, ob es vielleicht an der Zeit wäre, ein Strategiegespräch mit mir zu buchen, wo wir all das zusammen anschauen können. Denn wenn du voll loslegen willst, dann brauchst du einen Sales Funnel. 

Hui, das sind jetzt eine Menge Dinge, die ich dir um die Ohren geschlagen habe.
Also, nochmals super-kurz: Marke ist wichtig, Zielgruppe ist wichtig sowie die Wahl der Kanäle.

Viel Glück und Erfolg beim Nachdenken und Entscheiden! ????

 

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Fähigkeiten

Gepostet am

März 30, 2019

1 Kommentar

  1. Katalin Birnbaum

    Herzlichen Dank für die Hausaufgaben. Ich fange sofort damit an. Total gute Idee, gut zusammengefasst, super motivierend. Genau das habe ich gebraucht.

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